Kunst

Yasemin Yilmaz
7 Days

Eröffnung: Samstag 19. August 2017 · 19.00 Uhr
Ausstellung: bis Sonntag 27. August 2017
Öffnungszeiten: Do-Sa 14 - 18 Uhr und So 12 - 18 Uhr

„7 Tage lang innehalten, aushalten, das Leben, die vaeganene Zeit Revue passieren lassen. Über die ungeschriebene Zukunft und auch bereits Geschehene nachdenken. Träumen, bewusst das Ticken der Uhr fühlen, sich zurückziehen, sich isolieren und malen. Immer wieder malen. Am Tag, in der Nacht,... 7 Tage lang sollen kaum andere Dinge Raum gewinnen, keine Verpflichtungen, keine Verantwortungen, nur der Raum an sich soll existieren und mich komplett einnehmen und mich machen lassen. Ohne Plan, ohne Konzept, ohne Vorab-Skizzen, einfach nur da sein im Dasein.“

Das ist Yasemin Yilmaz Konzept für ein ungewöhnliches Happening just in der rechnerisch-statistischen Mitte ihres Lebens. Am achten Tag, dem Geburtstag, wird im Kreis von Freunden gefeiert, die gemalten Dokumente der vergangenen Zeit fein säuberlich in von der Künstlerin vorgezeichnete Quadrate geschnitten und gestapelt. Dann erst wird die Öffentlichkeit zugelassen, um die Überreste dieses Lebens (inclusive einer Video-Dokumentation) zu besichtigen.

Die deutsch-türkische Malerin wurde in Hannover geboren und lebt hier und in Izmir. Sie hat sich an zahlreichen internationalen Symposien und Ausstellungen beteiligt. Ihre Arbeiten nennt sieZeitbilder – TIMEimages –, die das lokale/globale Rauschen und Flimmern der Zeit festhalten“. Es geht darin um Wahrnehmung und Authentizität.


Mehr Informationen: www.yasemin-yilmaz.com


Cornelia Konrads
Ungeklärte Fälle

Eröffnung: Sonntag 2. September 2017 · 15.00 Uhr
Ausstellung: bis Sonntag 24. September 2017
Öffnungszeiten: Do-Sa 14 - 18 Uhr und So 12 - 18 Uhr

 

Die Welt ist laut Wittgenstein alles, was der Fall ist. Cornelia Konrads interessieren besonders die ungeklärten Fälle - Zwischenzustände, Übergangsstadien, Ambivalentes und Unwägbares. Dinge und Orte, die beiläufig und unerwartet am Wegesrand auftauchen und nicht eindeutig zuzuordnen sind. Bewegungen, die plötzlich für einen Moment innehalten - nur aus dem Augenwinkel wahrnehmbar und daher leicht zu übersehen. Verlorenes, das sich auf rätselhafte Weise zusammen findet. Aus der Faszination für das Ungeklärte und Unerklärliche solcher Zu-Fälle entstehen die Arbeiten der Künstlerin. Daneben geht es auch um das Fallen und die immer wiederkehrende und noch immer ungeklärte Frage, ob und wie es im Schweben aufgehoben werden kann.

Cornelia Konrads wurde in 1957 Wuppertal geboren, studierte Philosophie und Kulturwissenschaft und arbeitet seit 1998 als freie Künstlerin. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen site-spezifische Installationen in Innenräumen ebenso wie in der offenen Landschaft. Als passionierte Reisende und gestützt auf ihre breit gefächerten Erfahrungen hat sie Kunstwerke in Europe, Asia, Australia, Afrika und Amerika geschaffen. Ihr Ausgangspunkt ist dabei immer der jeweilige Ort, das Reflektieren über den Raum und seine Besonderheiten – der Dialog mit der Architektur, Topographie, Vegetation und Geschichte dessen, was sie umgibt.

In der EISFABRIK zeigt sie in Fotoarbeiten, Objekte und Installationen einen Querschnitt ihres Schaffens.

“Cornelia creates states of irritating ambivalence by adding an element to the scenery, which refuses to fit into the expected order. Merged into its site it is not sure, if this element was always there, if it will stay, change or disappear in the next second. The situation often suggests an ongoing movement or unstoppable process.

Something doesn’t behave as it should – within the twinkling of an eye the inner monologue gets interrupted. This rupture bears a certain chance: to challenge what is supposed to be "reliable" about what we know: the laws of gravity, the solidity of walls or the ground under our feet”, hat die Kuratorin Holly Flitcroft vom SculptureSpace in Utica/NY 2012 über Cornelia Konrads geschrieben.

Mehr Informationen: www.cokonrads.de


EISFABRIK
Sommer(fest)

Samstag 02.09.2017 ab 14 Uhr