Brigitte Tast
In der Weissen Halle

Ausstellung: 5. - 28. September 2014
Eröffnung: Do 5. September 2014
Weisse Halle / 19 Uhr
Einführung: Anne Prenzler

Nach der Installation „Raumskizze“ von Florian Lechner ist „In der Weissen Halle“ die zweite Ausstellung der Reihe „Inside Out“. Brigitte Tasts Arbeiten sind radikal persönlich und doch durch die Arbeit mit Modellen sowie das Medium der (analogen) Schwarz-Weiß-Fotografie und die Arbeit in der Dunkelkammer gefiltert und abstrahiert.

Brigitte Tast "In der weißen Halle"
"Mein Thema jedoch ein lebenslanges. So weit reichend wie Essen und Trinken. Arbeit und Lohn: Das Fühlen und Spüren. Die Linie, der ich für das Buch-Projekt 'Die Hüterin des Weiß' folgte, waren meine Erinnerungen. Der Ausschlag dafür etwas, um das ich herumlavierte, das ein Hass war, ein anhänglicher Schmerz, ein stummer, wiederkehrender Schrei. Es wurde eine lange Reise in die Vergangenheit, für deren Bewältigung ich fast zehn Jahre benötigte, ein Gang von der Nachkriegszeit in das Jetzt." (Brigitte Tast)

"Es ist ein Buch der Suche, für die Autorin, ebenso aber auch für die Leser. Wo man ankommt, und ob man ankommt, bestimmen die eigenen inneren Wege, die man beim Lesen einschlägt. Fast jeder hat Ereignisse in seinem Leben, die er verdrängt hat, und die sich häufig erst spät mit Nachdruck melden. (...) Für die Vorstellung ihres Buches hat sich die Autorin und Fotografin eine Art lautloser Lesung ausgedacht. Sie präsentiert das Buch als eine künstlerische Installation von Fotografien, floralen Relikten und figurativen Ensembles aus Spielzeugen, Mullvermummungen und Pappverstecken. Dafür nimmt Brigitte Tast keine neutralen Räume, denn sie will nicht sich präsentieren, sondern die Suche." (Heinz Thiel)
Neben assoziativen Schwarzweiß-Fotografien in analoger Aufnahme- und Dunkelkammer-Technik und Installationen im Zusammenhang mit "Die Hüterein des Weiß" wird Brigitte Tast in der "Weißen Halle" auch bislang noch nie ausgestellte Arbeiten aus aktuellen Projekten präsentieren.

Biografie
In der badischen Rheinebene 1948 geboren, auf Wunsch des Vaters Sparkassenlehre im Heimatdorf. Im Anschluss als Au pair im Ausland (Schweiz, England). 1968-69 Krankenpflegeschülerin an der Universitätsklinik Freiburg/Brsg. Heirat und Umzug nach Hildesheim/Nds.
Dort dank eines Stipendiums ab 1971 Grafik-Design-Studium zusammen mit ihrem Mann. Hinwendung zur Fotografie, unterstützt durch den Fachdozenten Umbo. Parallel Entdeckung des „Neuen Deutschen Films“ und des sogenannten „Frauenfilms“. Zahlreiche Festival-Besuche. Ab 1975 Zweitstudium in der Filmklasse der HBK Braunschweig, 1980 Meisterschülerin bei Prof. Gerhard Büttenbender. Zusammen mit Hans-Jürgen Tast 1972 Gründung eines Filmclubs sowie im Herbst 1977 des Medien-Magazins „Kulleraugen“.
2012-13 Lehrauftrag für künstlerische Fotografie an der Stiftungsuniversität Hildesheim. Seit den 1970er Jahren themenbezogene, häufig narrative Fotokunst-Projekte, z.T. als Diageschichten. Ausstellungen und Aufführungen in Galerien, Filmkunst-Kinos sowie bei Festivals im In- und Ausland.

Mehr Informationen: www.brigitte-tast.de





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